Das Tier steht im Mittelpunkt

Tierhaltung auf dem Roth-Hof

Als Eintagsküken benötigen Hähnchen viel Wärme und einen trockenen, hellen Stall. Gerne springen sie auf alle Erhöhungen: Sitzstangen, Strohballen und andere Erhebungen im Stall sind herzlich willkommen.

Den Küken steht für die erste Lebensphase ein festes Stallgebäude zur Verfügung, ab der 6. Lebenswoche ziehen sie in einen mobilen Stall um. Sind die Küken schon zu Jungmasthühnern herangewachsen, freuen Sie sich, an die frische Luft zu dürfen und erkunden neugierig ihre Umgebung. Allerdings darf es nicht zu zugig sein – nasskaltes und windiges Wetter gefällt ihnen nicht. Außerdem benötigen Sie Büsche und Unterholz, um sich vor Raubvögeln sicher zu fühlen.

Interessanterweise sind die Tiere vor allem in den Dämmerungszeiten draußen (morgens und abends) – bei knalliger Sonne befinden sie sich tagsüber eher im Stall.

Unsere 7 Mobilställe sind je 30 m² groß und bieten Platz für ca. 200 Hähnchen. An kalten Wintertagen bleiben sie lieber drinnen. Diese Haltungsform erfordert zwar mehr Handarbeit, doch in kleineren Gruppen ist das Krankheitsrisiko geringer.

Seit März 2012 füttern wir unsere Tiere ausschließlich mit ökologischen Futterkomponenten: Weizen, Triticale, Erbsen, Sojakuchen, Rapskuchen, Sonnenblumenkuchen, Luzerne, Sojaöl – alles in ökologischer Qualität. Das Bioland Futtergetreide wird von unseren beiden Kooperationspartnern (unser Nachbar – Biolandbetrieb Schulin in Neuenrode und vom Bioland Betrieb Müller – Ölbke in Etzenborn (bei Göttingen, ca. 35 km entfernt) angebaut, bei uns frisch geschrotet und mit den Eiweißkomponenten vermischt. Zusätzlich werden ökologische Kräuter und Kanne Brottrunk (ebenfalls in Ökoqualität, dies enthält Milchsäurebakterien) beigefügt um die Darmflora der Tiere zu stärken.

Noch wichtiger als die Fütterung ist für mich das Tier selbst: natürliches Leben in einem interessanten Lebensraum – das versuchen wir immer wieder neu zu überdenken.

Wir kaufen Eintagsküken der Rasse Hubbard ISA x57. Ihr genetisches Wachstum liegt niedriger als das der schnellwachsenden Hybriden. So kann sich das Skelett ausreichend ausbilden, ohne dass das Tier zu schnell zu schwer wird und Laufschwierigkeiten bekäme. Es ist gut bemuskelt, freilandtauglich und robust.